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Herzscheiße.

Morgen ist es so weit. Vielleicht auch übermorgen erst. Vielleicht auch erst in drei Wochen oder einem Monat. Aber morgen ist geplant. Und das seit neun Monaten. Mir kommt es schon vor wie seit Jahren. Oder wie gestern erst, vielleicht etwas dazwischen. Und angefangen hat es noch frueher. Zwar nur ein bisschen, aber definitiv zu frueh. Im Juli letzten Jahres. Ich hasse den Juli. Oder im Juni. Vielleicht hat es da aber auch aufgehört. Etwas großes hat da aufgehört. Etwas, dass mir gehört hat. 

Jetzt ist alles anders, und leichter natuerlich, verspreche ich mir Mal für Mal. Ich bin sicher an Land zurück. Eingerahmt in einem Familienportrait. In einem festen Bild, einem, dass bleiben könnte, wenn ich nur standhalte. Nur möchte man den ein oder anderen Tag in seinem Leben nicht dem geraden Weg folgen, der stets dem Ziel entgegen läuft.

Ich möchte Teenagerliebe und falsch lächeln um eine ganze Nacht herauszuschlagen, verdammt. und gefühlte Tage möchte ich an Bahnhofsstationen sitzen. mit Zigaretten, kalter Luft und warmen Gedanken. In dem großen Wissen, dass es das ist. Das es das sein muss. nichts anderes sein kann. Dass es nur noch größer werden kann, spätestens dann, wenn man in einander gesunken, mit seinen Händen an meiner Brust und zu viel Alkohol in seinen Gedanken Geschichten erzählt.
Oh ich träume wieder. Als wäre es möglich. Ist es das? Noch immer? Ich fühle es so intensiv, so hell, so weich und warm und kratzend,.. wie damals auf der Parkbank. Und dabei sind die neun Monate längst um. Dabei läuft die Zeit einfach aus, und belächelt mich herzlich. Ich gäbe alles sichere, alles konstante, alles wohlich seufzende, mich liebende in meinem Leben auf, um nur die Weite der Möglichkeiten zu spüren, die damals wie Nebel zwischen uns lag. 

Ich hasse den morgigen Tag und dass ich nicht die Stärke habe es aufzugeben oder zu handeln. ich hasse sie und seine Entscheidung für sie. Manchmal vielleicht auch mich.

1 Kommentar 5.8.08 21:16, kommentieren