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8 plus 3

 

Manchmal muss er weinen, wenn er geht. Heute zum Beispiel.

Dann weinen wir zusammen, weil ich so gerührt bin und zugleich so verletzt. Getroffen von der Einsamkeit, die er hinterlässt, getroffen von den Versprechen, die er macht. Mitten ins Herz, tiefer und tiefer.

Ich möchte nicht, dass er jedes Mal geht und das dann die nächsten 11 Jahre. Ich schreibe ihm so viel und sage ihm jedes kleine Gefühl in Worten. Es ist wie er lächelt und dieser eine Blick an ihm, der nur mir gehört. Er sagt 'wir heiraten bald, ja?' Ich sage 'komm zurueck' und 'du fehlst mir', manchmal sage ich auch gar nicht oder dass ich nicht weiß wohin mit mir, ohne ihn.

Wir waren Tischtennis spielen und Minigolf. Und saßen am See. Wir haben fotografiert und gelacht, stundenlang. Waren Frühstücken und Cocktail trinken und Eis Essen und im Kino. Inliner fahren und spazieren. Wir waren Motorrad fahren ( Er hat mir eine eigene Ausrüstung gekauft ) und lagen einfach nur im Bett, den halben Tag lang. Und alles an einem Wochenende. Aber eigentlich ist es ganz egal. Denn eigentlich zählen eigentlich nur die 55 Stunden, die allein uns gehören. Ohne irgendwelche Ausnahmen.

 

Ich bin angekommen. Ich fühle mich aufgehoben unter seiner Berührung. Ich weine gerne mit ihm oder alleine. Dann hält er mich manchmal so fest, als haette er angst, dass ich einfach verschwinde. Fast fünf Monate eigene Wohnung. Fast fünf Monate Liebe ohne Ende. Es fühlt sich seltsam an, manchmal. Ich liebe ihn. Meistens. Er fehlt mir. Beide.

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